Nachhaltig feiern – der Umwelt zuliebe

10.03.2014 |  Von  |  Allgemein, Familie, Geschäftlich
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Nachhaltig feiern – der Umwelt zuliebe
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Erfreuliche Anlässe und somit Gründe, diese mit netten Leuten zu teilen, gibt es in der Tat immer wieder. Ob das Ganze im Rahmen kleinerer Sessions oder rauschender Bälle zelebriert wird, ist dabei natürlich stets Ermessenssache.

Damit aber letztlich auch die Umwelt „etwas zu lachen hat“, ist es unerlässlich, den Fokus auch auf die Abfallentsorgung zu legen. Und zwar schon von Anfang an. Diesbezüglich ist es nicht einmal erforderlich, einen grossen Aufwand zu betreiben oder gar viel Geld auszugeben. Es genügt schon, das „Pferd“ einfach mal „von hinten aufzuzäumen“.



Ein wesentlicher Aspekt mit Blick aufs Feiern ist natürlich der Ausstoss von CO2. Dies bezieht sich unter anderem auch auf die Planung der Anreise Ihrer Gäste. Versuchen Sie zunächst einmal, die Location, in der gefeiert werden soll, so zentral wie möglich zu wählen. Auf diese Weise können die Wegstrecken – und somit insbesondere die Umweltbelastung durch Fahr- und Flugzeuge – so gering und zielorientiert wie möglich gehalten werden. Vielleicht gelingt es Ihnen bzw. Ihrem Organisationskomitee im Vorfeld sogar, Fahrgemeinschaften ins Leben zu rufen und die anreisenden Gäste jeweils ortsspezifisch zu „kategorisieren“?

Ein kleiner Hinweis darauf, zum Beispiel in den zuvor erstellten Einladungen, schadet sicherlich nicht und wird bei Ihren Gästen gewiss hohen Anklang finden. Wie aktuelle Entwicklungen zeigen, erfreuen sich die neuen Carsharing-Angebote, Bike-Services, aber auch Mitfahrzentralen und so weiter einer stetig wachsenden Beliebtheit. Sie sind in der Regel sehr günstig, überaus praktisch und bieten sogar die Chance, unterwegs neue Leute kennen zu lernen.

In Anbetracht der Tatsache, dass der leidige Abwasch nach einer Veranstaltung nicht nur viel Zeit, sondern mitunter auch viel Geld kosten kann – entweder in Bezug auf den Personalkostenaufwand oder den Event- oder Cateringservice – liegt es nahe, schon im Vorfeld Aussschau nach kostengünstigeren Alternativen zu halten. Vor allem bei Konzerten, Strassenfesten, Landjugendpartys und so weiter bietet es sich daher an, auf Plastikgeschirr zurückzugreifen. Im Übrigen spricht in dem Zusammenhang auch der Sicherheitsaspekt für sich: Mögliche Glas- oder Porzellanscherben stellen nämlich immer wieder eine echte Gefahrenquelle dar, übrigens nicht nur zu später Stunde bzw. nach ausschweifendem Alkoholgenuss. 

Plastik-Muellberg-monticello-shutterstock.com

Nachhaltig agieren und den Plastik-Müllberg so gering wie möglich halten. (Bild: monticello / shutterstock.com)




Das Problem liegt diesbezüglich allerdings auf der Hand: Bei sage und schreibe 95 Prozent aller Veranstaltungen – gleich, welcher Art – ist zu beobachten, dass Becher, Tassen, Teller und Besteck aus Kunststoff zum Einsatz kommen! Unter diesen Voraussetzungen hat die Umwelt de facto das Nachsehen. Dabei haben Sie jedoch mit Blick auf den ökologischen Faktor sehr wohl die Möglichkeit, nachhaltig zu agieren und den Plastik-Müllberg so gering wie möglich zu halten. So sind in der Schweiz immer mehr Catering-Service-Agenturen zu finden, die umweltfreundliche Verpackungen offerieren. Erzeugnisse aus Recycling-Materialien oder essbares Essgeschirr sind da eine äusserst vielversprechende Lösung.

Ganz nebenbei erspart Letzteres sogar den nervigen Abwasch. Immer mehr Veranstalter entscheiden sich daher für diese praktische Variante, sodass sich hier – das darf man mit Fug und Recht behaupten – schweizweit ein echter Trend entwickelt. Eine weitere Option wäre es, sofern dem Anlass entsprechend, Ihre Gäste im Vorfeld zu bitten, eigenes Geschirr mitzubringen. Für Unternehmensfeiern et cetera bietet sich eine derartige Massnahme zwar weniger an. Jedoch ist es bei Strassenfesten, Nachbarschaftsfestivitäten etc. eine durchaus beliebte Methode. Warum nicht?

Essensreste, die erfahrungsgemäss insbesondere bei Konzertveranstaltungen nur allzu häufig achtlos liegen gelassen werden, können gut und gerne auch bei öffentlichen Stellen, zum Beispiel Stadtgartenprojekten oder anderen Institutionen abgegeben werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn es sich nicht um gekochte Lebensmittel, sondern einzig und allein um Rohkost handelt. Überschüssige Lebensmittel, die noch nicht den Weg auf die Teller der Gäste gefunden haben, sondern sich noch in den Kochtöpfen oder Schüsseln befinden, sind bei örtlichen Tafeln oder Suppenküchen stets gerne gesehen.

Achten Sie aber darauf, dass sie spätestens am Folgetag der Veranstaltung bei besagten Einrichtungen abgegeben werden und somit noch in vollem Umfang geniessbar sind. Optimal für diesen Zweck geeignet sind zum Beispiel Brote, Baguettes, Weggen, Kuchen, aber auch Sossen, Dips, Fleisch, Salate sowie frisches Obst und Gemüse.

Wenn Sie in Sachen Umweltschutz noch einen Schritt weiter gehen möchten, achten Sie doch schon bei der Wahl der passenden Location darauf, dass alles nach umweltfreundlichen Gesichtspunkten gebaut wurde. Hier kämen unter anderem die Räumlichkeiten sozialer oder gemeinnütziger Institutionen in Frage oder Gebäude, die rundum ökologisch gebaut bzw. saniert worden sind sowie – natürlich – Outdoor-Anlagen. 

Es ist folglich in mannigfaltiger Form möglich, ausgelassen zu feiern und dabei gleichzeitig das Augenmerk auf die Umwelt zu richten. Ein Trend, der Zeichen setzt: So ist zu beobachten, dass die Anzahl derer, die umweltbewusste Events ausrichten möchten, nahezu stetig ansteigt. Eine durchaus positive und vor allem nachahmenswerte Entwicklung! Um den diesbezüglichen Anreiz noch weiter zu stärken, könnten Sie in Erwägung ziehen, Preisausschreiben für besonders umweltbewusste Aktionen im Rahmen einer Feierlichkeit zu veranstalten. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: Es kann so einfach und zugleich so vergnüglich sein, aktiv zu werden und auf kreative Art der Umwelt beim Feiern noch mehr Beachtung zu schenken! 



 

Oberstes Bild: © Mopic – shutterstock.com

Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.



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