Im Schauspielhaus Zürich zu erleben: „Nachlass – Pièce sans personnes“
Die Bevölkerung wird immer älter, so auch in der Schweiz. In den letzten hundert Jahren ist die Lebenserwartung um fast 40 Jahre gestiegen. Mit einer modernen apparativen Medizin können Menschen immer länger künstlich am Leben erhalten werden. Auch die Gesetzgebung ermöglicht es, über lebenserhaltende Massnahmen selbst zu bestimmen. Zugleich stehen Themen wie die Besteuerung von Erbschaften sowie die Frage nach dem sozialen Zusammenhalt im Vordergrund. Stefan Kaegi hat für NACHLASS - PIÈCES SANS PERSONNES acht Menschen begleitet, die die Zeit, die ihnen bleibt, nutzen, um sich damit auseinanderzusetzen, was nach ihrem Ende zurückbleiben soll. In Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Dominic Huber entstanden so Räume, die in der Abwesenheit ihrer Protagonisten davon erzählen, was von einem Menschen bleibt, wenn er nicht mehr da ist. Das Publikum begibt sich dabei in acht Rauminstallationen und lässt sich von Stimmen, Objekten und Bildern an den Ort der Staffelübergabe zwischen den Generationen und die Grenzen der eigenen Existenz begleiten.
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